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Feb

So telefonieren Studenten preiswert mit dem passenden Handy

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Das Studentenleben ist trotz Vergünstigungen wie dem Semesterticket in einigen Regionen spätestens seit den Studiengebühren nicht mehr so preiswert, wie es einmal war. Wer nicht gerade wohl situierte Eltern hat, geht nebenbei jobben. Vom sauer verdienten Geld wird dann auch noch für ein Notebook gespart, womit man in Ruhe Hausarbeiten und am Ende des Studiums die Diplomarbeit, Bachelor – oder sogar Master-Thesis schreibt. Da bleibt wenig finanzieller Spielraum und es gilt, an anderen Stellen Sparpotentiale auszuloten.

Ein oft unterschätzter Kostenfaktor ist der Handyvertrag. Denn wenn es auf jeden Cent ankommt, sind die Verträge der großen Anbieter in vielen Fällen zu teuer. Das macht sich zwar nicht unbedingt jeden Monat bemerkbar, aber über die lange Vertragslaufzeit von meistens 24 Monaten summiert sich mit der Zeit einiges auf. Zwar erhält man ab und an ein neues Handy, dafür aber kaum Inklusivleistungen und zusätzlich sind die Gebühren für jede Gesprächsminute oder SMS vergleichsweise hoch. Doch ein Wechsel will wohlüberlegt und langfristig geplant sein.

Wo Student drauf steht, ist nicht immer Student drin

Spezielle Studententarife entsprechen häufig den herkömmlichen Angeboten, reduzieren aber die monatliche Grundgebühr um ein paar Euro. Häufig sind die Tarife für junge Menschen bis zu einem Alter von 25 oder gegen Vorlage des Studentenausweises bis 29 Jahre verfügbar. Doch obwohl sie als „Studentenpreis“ angepriesen werden, sollte man sich nicht blind darauf verlassen, dass dies wirklich die einzigen für Studenten attraktiven Angebote sind.

Kündigungsfristen beachten

Vor jedem Anbieterwechsel liegt die Kündigung des alten Vertrages. Viele Verträge verlängern sich automatisch um weitere zwölf Monate, wenn man nicht drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit kündigt. Die Kündigung kann davor zu einem beliebigen Zeitpunkt erfolgen. Bevor man sich allerdings einen neuen Vertrag heraussucht, beobachtet man das eigene Nutzungsverhalten. Ist ein mobiler Internetzugang wichtig oder nicht? Welches Netz nutzen die Kommilitonen oder der Partner? Wie intensiv nutzt man SMS? Wie wichtig ist ein kostenloser Mailboxabruf, weil das Handy im Hörsaal öfter ausgeschaltet ist und Kommilitonen darauf Nachrichten hinterlassen?

Handys: Geschenkt ist nicht geschenkt

Das Nutzungsverhalten bestimmt auch, ob man sich unter Umständen gegen eine höhere Monatsgebühr auf ein subventioniertes Handy einlässt oder nicht. Wichtig dabei ist, dass man die höheren Kosten im Vergleich zu einer Eigenanschaffung sieht. Kostet ein Vertrag mit dem gewünschten Handy 10 Euro mehr pro Monat, kommen bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten 240 Euro zusammen. Die Rechereche des aktuellen Gerätepreises bei einem Preisvergleich im Internet hilft, das Preis-Leistungsverhältnis des subventioniertem Handys einzuschätzen. Benötigt man wirklich unbedingt die Funktionen eines bestimmten Handys, das preislich um oder über den aufsummierten Zusatzkosten liegt, kann man zumindest über das Angebot nachdenken – sofern die sonstigen vertraglichen Konditionen nicht mit dem eigenen Nutzungsverhalten kollidieren.

Features und Akkulaufzeit berücksichtigen

Dabei ist allerdings zu beachten, dass Handys mit vielen Funktionen üblicherweise kürzere Akkulaufzeiten aufweisen als Geräte, mit denen lediglich telefoniert und SMS geschrieben werden können. Zwar kann beispielsweise das Feature, Vorlesungsscripte im PDF-Viewer des Handys anzuzeigen verlockend sein, ergibt jedoch auf den kleinen Displays häufig keinen Sinn. Dasselbe gilt für viele Handykameras, die gerade in dunklen Hörsälen keine brauchbaren Fotos von Tafeldiagrammen liefern. Wer nicht ständig mit der Angst leben möchte, dass der Akku genau zum falschen Zeitpunkt den Geist aufgibt, achtet lieber auf große Akkukapazitäten und lange Standby- sowie Gesprächszeiten. Die einzige Alternative ist ein ständiges Mitführen des Ladegeräts – jedoch sind Steckdosen im Hörsaal eher dünn gesät.

Lieber dauerhaft günstig statt Fernseher dabei

Ebenfalls selten sind brauchbare Angebote mit noch mehr Inklusivegeräten als einem Handy. Dabei sollen beispielsweise Fernseher, Spielekonsolen oder Sofortauszahlungen zum Vertragsabschluss verleiten. Die Anbieter solcher Beigaben leben von den Prämie der Mobilfunkanbieter und leiten einen Teil davon an den Kunden weiter. Sie kalkulieren aber stets so, dass dabei ein Gewinn für sie übrig bleibt. Diesen zahlt der Kunde früher oder später über die monatlichen Gebühren. In einem Beispiel mit Fernseher, einer Sony PSP und zwei Handys für zusammen knapp 525 Euro kosten die beiden dadurch abgeschlossenen Handyverträge innerhalb von 24 Monaten ungefähr 960 Euro. Selbst bei einer optimalen Ausnutzung der 120 Freiminuten aus beiden Handyverträgen schlägt die Gesprächsminute mit 15 Cent zu Buche – die Realität dürfte den Nutzer weitaus teurer zu stehen kommen. Im allgemeinen gilt das Motto: Lieber dauerhaft günstig als einmal etwas geschenkt. Bei vielen Mobilfunkdiscountern sind die Gesprächsminute oder die SMS für 9 Cent oder weniger zu haben – und das in alle Netze.

Durchblick im Tarifdschungel erhalten

Dazu gehören beispielsweise viele Prepaid-Karten. Bei ihnen sieht man bereits vor der Nutzung, wie viel Geld für’s Telefonieren ausgegeben werden kann. Damit entfällt der mögliche Schock beim Blick auf die Handyrechnung am Monatsende. Der Nachteil ist die Möglichkeit, dass genau zum falschen Zeitpunkt das Guthaben verbraucht ist. Oft hat man dann nicht die Zeit, zum nächsten Geldautomaten zu laufen oder auf der Internetseite des Anbieters neues Guthaben aufzuladen. Eine automatische Aufladefunktion per Bankeinzug entschärft das Problem zwar, verringert aber trotz üblicher Mitteilung über den Vorgang den Kostenüberblick. Eine Alternative sind Postpaid-Tarife ohne Grundgebühr, bei denen jeweils am Monatsende per Bankeinzug abgebucht wird. Dort muss man dann allerdings noch intensiver seine Kosten im Blick behalten – sei es durch eine entsprechende Möglichkeit auf der Homepage oder per kostenpflichtiger SMS-Benachrichtigung. Auch eine möglichst einfache Tarifstruktur erleichtert die Abschätzung der Kosten – im einfachsten Fall berechnet der Anbieter für jede Gesprächsminute und jede SMS in alle Netze dasselbe. Bei Tarifen mit monatlicher Grundgebühr ist darauf zu achten, welche Inklusiveleistungen man dafür bekommt, ob man diese überhaupt benötigt und wann diese bei Nichtgebrauch verfallen.

Datenpakete einplanen

Soll nicht nur mobil telefoniert, sondern auch gesurft werden, bieten sich vor allem Daten-Flatrates an. Ansonsten muss man auf jedes Megabyte oder jede Minute achten, was bei aufwändigen Recherchen für die nächste Hausarbeit beinahe unmöglich ist. Dabei gilt allerdings, dass alle Anbieter die Bandbreite ab einem gewissen Übertragungsvolumen für den Rest des Monats reduzieren. Wer keinen DSL-Anschluss besitzt, sollte darauf achten, dass neben einem gut ausgebauten UMTS-Netz an den relevanten Standorten das Volumen bis zur Datenbremse möglichst groß dimensioniert ist – sonst kriechen die Daten genau dann, wenn es zeitlich eng wird nur noch im Scheckentempo auf das Netbook. Außerdem unterstützen bei E-Plus und dessen Resellern nur sehr wenige Basisstationen das im Vergleich zu einfachem UMTS wesentlich schnellere HSDPA.

Erreichbarkeit verbessern

Soziale Naturen ohne echten Festnetzanschluss sollten berücksichtigen, wie sie für andere erreichbar sind. Dabei spielt nicht nur das eigene Mobilfunknetz eine Rolle. Bei Tarifen mit Zuhausebereich ist man in einem bestimmten Gebiet unter einer Festnetznummer erreichbar. Das sorgt dafür, dass beispielsweise die Eltern mit der Festnetz-Flatrate ohne weitere Kosten anrufen können.

Handynummer mitnehmen

Die Rufnummernübernahme ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Entscheidet man sich dafür, die alte Nummer zum neuen Anbieter mitzunehmen, sollte man zunächst prüfen, ob letzterer dies überhaupt anbietet und wenn ja, zu welchem Preis. Manchmal laufen Aktionen, bei denen man für die Rufnummernübernahme vom neuen Anbieter eine Gutschrift erhält. Unter Umständen kann es sogar sinnvoll sein, sich für eine neue Nummer zu entscheiden. Vielleicht will man auch gar nicht, dass bestimmte Personen weiterhin wissen, wie man immer und überall erreichbar ist.

Hat man anhand der Konditionen einen Anbieter ins Auge gefasst, sollte man zusätzlich prüfen, mit welchem Netzbetreiber dieser zusammenarbeitet. Klagen Kommilitonen in diesem Netz über Empfangsprobleme auf dem Campus oder besucht man öfter die Eltern in einer ländlichen Region, spielt das Netz durchaus eine entscheidende Rolle bei der Nutzbarkeit des neuen Handytarifs. Der günstigste Tarif hilft wenig, wenn man ihn an den wichtigsten Orten nicht nutzen kann.

Boni für Onlinerechnung nutzen

Hat man sich schließlich für ein Angebot entschieden, ist unter Umständen eine Onlinebestellung und -Rechnung zu bevorzugen. Bei Onlinebestellungen entfällt häufig die Anschlussgebühr oder es gibt einmalig mehr Freiminuten dazu. Inzwischen ist die Onlinerechnung Standard und die Anbieter lassen sich Rechnungen per Brief fürstlich entlohnen. Da aber kaum jemand ohne eigenen Internetanschluss studieren dürfte, sollte es damit keine Probleme geben.

Fazit:

Ein guter Studententarif muss nicht zwangsweise als solcher vermarktet werden. Man sollte viel eher einen Tarif vorziehen, der zum eigenen Nutzungsverhalten passt und günstig ist. Außerdem ist eine transparente Tarifstruktur wichtig, damit es am Monatsende nicht zu bösen Überraschungen kommt. Ein subventioniertes Handy scheint zwar zunächst in der Anschaffung günstig, die aufsummierten Mehrkosten sollten aber den Neuwert des Gerätes nicht übersteigen. Dabei ist ebenfalls zu beachten, dass auch nicht verwendete Funktionen häufig die Akkulaufzeit reduzieren. Berücksichtigt man alle Punkte, steht bei rechtzeitiger Kündigung des alten Vertrages einem günstigeren Anbieter nichts mehr im Wege.

Ein Gastbeitrag von teltarif.de, dem größten deutschsprachigen Telekommunikations-Magazin.

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